Geschlechtsverkehr mit dem Teufel

Im etwas verqueren Geiste der Richter musste eine Hexe, um als solche zu gelten, Geschlechtsverkehr mit dem Teufel haben. Sie glaubten, der Teufel zwinge die Frauen, die er überzeugt hatte, einen Pakt mit ihm abzuschliessen (siehe «Teufelspakt»), schliesslich zu Geschlechtsverkehr, um den Pakt zu besiegeln. Der Koitus bereite der Frau aber kein Vergnügen, weil das Geschlecht des Dämons eiskalt sei. Und was geschieht, wenn ein Mann einen Teufelspakt eingeht? Die Geschichten unterscheiden sich hier: einige Männer wie Jean Droz aus Asuel oder Antoine Barbier aus Bulle werden von ihrem Dämon anal penetriert; andere vermeiden dies und huldigen ihrem dämonischen Komplizen, indem sie seinen Anus küssen; manchmal verwandelt der Teufel sich im Moment des Geschlechtsverkehrs auch in eine Teufelin, damit der Mann die aktive Rolle innehat. Dies geschah im Fall von Jacob Suri aus Muttenz, der den Akt mit einer verführerischen Teufelin vollzieht, die darauf einen schrecklichen Ochsenschrei ausstösst und unter grossem Gestank und Getöse verschwindet.

Mehr zum Thema: Männer: B 168/18-24.10, S. 1 und B 168/18-24.7, S. 2 (Jean Droz) oder PCrim Dt 28-8, S. 1, Z. 32-37 (Antoine Barbier); B 168/14-23.4, S. 4 (S. 3 Transkribus) (Jacques Couchant küsst den Anus des Teufels); B 168/14-10, S. 11, Z. 9-19 (Jacob Suri) und B 168/17-23.3, S. 4 und 7 (Jean Henri Monnin, Geschlechtsverkehr mit dem Teufel in Frauenform). Frauen: B 168/14-28.2, S. 2 und B 168/14-28.3, S. 1 (Catherine Farine aus Muriaux); B 168/18-32.1, S. 2, Z. 31-32 (seltener Fall, in dem die Frau angibt, sexuelle Befriedigung empfunden zu haben).

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